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HD und ED sind die häufigsten Gelenkerkrankungen beim Hund ...

HD-Hüftdysplasie bedeutet, dass das Tier keine ausreichend ausgebildeten Hüftegelenke hat (oft fehlen die Hüftpfannen sogar ganz) und somit durch die Bewegung Schmerzreize entstehen ...Optisch ist häufig ein leicht schaukelnder Gang zu beobachten, die Tiere kommen schwer hoch und laufen sich mühsam ein, lahmen, leiden unter einer geringeren Belastbarkeit ...

ED-Ellenbogendysplasie bedeutet das die Ellenbogengelenke miss- oder fehlentwickelt sind, sozusagen nicht zusammenpassen, dies führt unweigerlich zu einer Erkrankung des Gelenks ...
HDund ED sind voneinander unabhängig, beide Krankheiten können einzeln oder zusammen auftreten.
Vor allem die größeren Hunderassen sind betroffen.

Wegen der Belastung durch die Körpermasse und der höheren Stoffwechselintensität während der Wachstumsphase ist das Skelettsystem dieser Tiere anfälliger für Entwicklungsstörungen, als das von kleineren Rassen.
Bei beiden Krankheiten tritt aber unweigerlich im Verlauf auch die Arthrose ein...Arthrose = als Arthrose bezeichnet man die Abnutzung des Gelenkknorpels, die Folge ist eine Verformung des Gelenks
durch breits "verformte" Gelenke wie bei HD/ED tritt sie als Folgeerkrankung auf...
Die Diagnosen treffen die Hundehalter meist völlig überraschend und unvorbereitet, ist ihnen doch in der Vergangenheit nichts an der Bewegung ihrer Hunde aufgefallen...

Das hat natürlich Gründe. Zum Einen ist es für das ungeübte Auge fast unmöglich aus dem Gangbild des Hundes auf eine derartige Erkrankung zu schließen, zum anderen kündigen sich diese Erkrankungen schleichend an.
Meist ist es ein Vorfall, der den Hundehalter zum Gang zum Tierarzt veranlaßt, weil der Hund plötzlich humpelt...
Ein Sprung von Sofa wo der Hund ungünstig aufgekommen ist oder eine Verrenkung in einem Spiel können ausschlaggebend sein, das der humpelde Hund ( weil es nicht wieder nachläßt) beim Tierarzt geröngt wird.
Bei vielen Tieren wird die HD/ED erst sehr spät diagnostiziert, weil sie sich nicht "bemerkbar" gemacht hat.
HD und ED lassen sich nur über ein Röntgenbild diagnostizieren!

Bei Arthrose liegt der Fall ein wenig anders, je nach Sitz ist es durchaus möglich, das der Tierarzt diese ertasten kann, da die Gelenke i.d.R. auch eine Schwellung sowie Verhärtungen aufweisen.
HD/EDsowie Arthrosen sind nicht altersabhängig und können jeden Hund treffen, auch junge Hunde bzw. Welpen.
Die Diagnose ist gestellt...
Noch vor vielen Jahren bedeutete diese Diagnose das Todesurteil für den Hund...
Nun, das ist heute alles ganz anders und Hunde mit diesen Krankheitsbildern können ebenso sehr alt werden, wie gesunde Hunde.
Futterzusätze und Medikamente... bei HD/ED
Futterzusätze die bei Gelenkserkrankungen unterstützen helfen...alle Zusätze sollte zu 100% rein sein, um eine uneigeschränkte Wirkung zu erzielen.
Grünlippmuschelextract ( überwiegend bei Arthrose sinnvoll)
gewonnen wird das Pulver aus der Grünlippmuschel, die ihr Vorkommen in Neuseeland hat...
Sinn und Zweck des Einsatzes dieses Präperates der Wikstoff Glukosaminglykane ( GSG) der in der Muschel ( neben einigen weiteren) vorhanden ist, verbessert den Stoffwechsel der noch vorhandenen Knorpelsubstanz und verzögert das Fortschreiten der Arthrose
.

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HD-Schweregrade

A

HD-Frei

In jeder Hinsicht unauffällige Gelenke, Norberg-Winkel 105° oder mehr. Manchmal noch A1 wenn der Pfannenrand den Oberschenkelknochen noch weiter umgreift.

25%

B

HD-Verdacht

Schenkelkopf oder Pfannendach sind leicht ungleichmäßig und der Norberg-Winkel beträgt 105° (oder mehr), oder Norberg-Winkel kleiner als 105° aber gleichförmiger Schenkelkopf und Pfannendach

33%

C

Leichte HD

Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne sind ungleichmäßig, Norberg-Winkel 100° oder kleiner. Eventuell leichte arthrotische Veränderungen

27%

D

Mittlere HD

Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne sind deutlich ungleichmäßig mit Teilverrenkungen. Norberg-Winkel größer 90°. Es kommt zu arthrotischen Veränderungen und/oder Veränderungen des Pfannenrandes

11%

E

Schwere HD

Auffällige Veränderungen an den Hüftgelenken (beispielsweise Teilverrenkungen), Norberg-Winkel unter 90°, der Pfannenrand ist deutlich abgeflacht. Es kommt zu verschiedenen arthrotischen Veränderungen.

4 %

Die Ellbogendysplasie (ED)

ist ein chronisch verlaufender Krankheitskomplex des Ellbogengelenks schnellwüchsiger Hunderassen. Die ED stellt eine vererbte Entwicklungsstörung des wachsenden Skeletts dar. Hohes Körpermassewachstum und Fütterungsfehler sind weitere begünstigende (pärdisponierende) Faktoren. Die ED beginnt in der späten Wachstumsphase bei vier bis acht Monate alten Jungtieren mit einer schmerzhaften Veränderung des Gelenks und der gelenkbildenden Knochenteile (Osteoarthrose) mit Lahmheit. Der Bewegungsumfang des Ellbogengelenks ist eingeschränkt. Frühzeichen sind Steifigkeit am Morgen oder nach Ruhepausen. Die Krankheit schreitet lebenslang fort und ist nicht heilbar, eine weitgehende Schmerzfreiheit kann aber in vielen Fällen erreicht werden.Die erkrankten Tiere werden durch Lahmheiten im Bereich der Vordergliedmaße auffällig. Es besteht hierbei eine Mischform aus Hangbein- und Stützbeinlahmheit, häufig kommt es zu einer Wegführung des Unterarmes und der Pfote von der normalen Achse der Gliedmaße (Abduktion) sowie einem Heranziehen des Ellenbogens an den Körper (Adduktion), wobei die Gliedmaße eingedreht wird. Bei der klinischen Untersuchung kann häufig eine vermehrte Füllung der Gelenkkapsel festgestellt werden, das Gelenk ist meist schmerzhaft und teilweise können Knirschgeräusche wie Pseudokrepitationen ausgelöst werden

 

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Klassifizierung

Schweregrad

Kriterien

Grad 0: Normal

keine Osteophyten oder Sklerose

Grad I: Milde Arthrose

Osteophyten kleiner als 2 mm oder Sklerose der Gelenkfläche (Incisura trochlearis) der Elle

Grad II: Moderate Arthrose

Osteophyten zwischen 2 und 5 mm groß

Grad III: Schwere Arthrose

Osteophyten größer als 5 mm

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